Mohammad Bin Salem Moschee

In der Nähe des Fischmarktes von Ras al Khaimah, gegenüber dem „RAK Documentation and Studies Center“, befindet sich eines der ältesten religiösen Bauwerke in den Emiraten: die „Mohammad Bin Salem Moschee“. Trotz ihrer Bedeutung und Größe sucht man hier das typische Erkennungszeichen einer Moschee - die Minarette - vergeblich. Wie schon vor hunderten von Jahren wird an diesem Ort auch heute noch gebetet und gepredigt.

Historische Dokumente belegen, dass an dieser Stelle schon im 16. Jahrhundert eine Moschee gestanden haben muss, bauliche Überreste dieses frühen Bauwerks konnten aber bei Ausgrabungen nicht gefunden werden. Archäologen stießen bei ihrer Arbeit allerdings auf die Fundamente eines Baus aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Diese Moschee wurde jedoch unter der britischen Besatzung in den Jahren 1819/20 zerstört. An gleicher Stelle wurde dann das Gotteshaus errichtet, in dem sich bis heute gläubige Moslems zum Gebet treffen. Im Laufe ihrer Geschichte wurde die „Mohammad Bin Salem Moschee“ mehrfach umgebaut und modernisiert.

Im Jahr 2013 wurde das Gebäude erneut einer Renovierung unterzogen. Dabei hat man sich jedoch auf die Geschichte besonnen und alle modernen Details - sowohl im Innern als auch an der Fassade - entfernt. Ziel war es, den Originalzustand des aus Korallen- und Strandgestein errichteten Baus wiederherzustellen. Heute präsentiert sich die Moschee wie zur Zeit ihres Baus, inklusive der Rekonstruktion der sogenannten Minara, einer leicht erhöhten Plattform aus Stämmen von Mangrovenholz am Eingang der Moschee. Von diesem Podest aus ruft der Muezzin die Gläubigen zum Gebet.

Touristen können die Moschee, die auf einer Fläche von 28,5 mal 36,5 Metern errichtet wurde und im Inneren von 60 großen Säulen getragen wird, nur außerhalb der Gebetszeiten von außen besichtigen.