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In den VAE wird am Commemoration Day der getöteten Soldaten gedacht

30.11.2017
News aus Ras Al Khaimah » Allgemein

Im Jahr 2015 gab der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Khalifa, den Anstoß dazu, alljährlich der gefallenen Soldaten des Landes zu gedenken.

Auch in diesem Jahr wird der Commemoration Day, der im Arabischen Tag der Märtyrer genannt wird, wieder am 30. November begangen. Dieses Datum geht zurück auf den Todestag von Salem Suhail bin Khamis, der am 30. November 1971 in der Schlacht um die Große Tunb-Insel gefallen war. Zum Zeitpunkt seines Todes existierten die Vereinigten Arabischen Emirate als gemeinsamer Staat noch nicht.

Die Gründung der VAE erfolgte erst zwei Tage später, am 02. Dezember 1971. Der 20-Jährige gilt trotzdem als der erste Soldat, der für die Emirate sein Leben gelassen hat. Bin Kahmis war allerdings kein Soldat, sondern der Leiter einer Gruppe von sechs Polizisten, die zu dieser Zeit auf der Großen Tunb-Insel Dienst taten. Das Eiland war kurz vor der Gründung des neuen Staates von iranischen Streitkräften besetzt worden. Der junge Mann hatte sich jedoch geweigert, die Flagge Ras al Khaimahs vom Dach der Polizeistation zu entfernen. Das kleine Emirat wollte den Anspruch auf die Inselgruppe, zu der auch noch zwei kleinere Inseln gehören, nicht aufgeben.

In Folge dieser Weigerung war Bin Kahmis von den Invasoren erschossen worden. Der Leichnam Bin Kahmis' wurde auf der Insel beigesetzt, die er mit seinem Leben verteidigt hatte. Bis heute ist der Streit um die Inseln nicht beigelegt. Die Besetzung durch die Iraner dauert weiter an. Sowohl die Große als auch die Kleine Tunb-Insel gehören nach dem Verständnis der Emiratis zu Ras al Khaimah, die dritte Insel der Gruppe, Abu Musa, zum Emirat Sharja.

Der Commemoration Day wird immer vor dem Nationalfeiertag begangen, der am 2. Dezember gefeiert wird. Nach Bin Kahmis haben im Laufe der Geschichte der VAE weitere Männer ihr Leben im Kampf verloren.

Ein für das Land besonders tragischer Tag war der 04. September 2015, als über 50 emiratische Soldaten beim Angriff auf die Stadt Marib im Jemen gefallen sind. Noch heute sind Soldaten aus den Emiraten Teil der Truppen, die unter saudischer Führung Krieg im Jemen führen.

 

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